Geschichte
Die Antwerpener Liebfrauenkathedrale versöhnt die Begriffe “Sein” und “Werden” miteinander. Einerseits beherrscht der Nordturm, der wie ein ausgestreckter Finger gen Himmel weist, bereits seit einem halben Jahrtausend die Silhouette der Stadt; andererseits wurde die Kathedrale ebenso lange umgebaut, renoviert und restauriert. Sie ist eine Synthese unterschiedlichster Stilepochen, darunter Gotik, Renaissance, Barock und Rokoko, aber hat sich nie auf das Wort “fertig” festlegen lassen.

Es gibt in der Kathedrale eine Marmorstatue der heiligen Jungfrau aus dem 14. Jahrhundert und Wandgemälde aus dem 15. Jahrhundert. Das feierliche Gnadenbild Unsere Liebe Frau von Antwerpen in den Marienkapelle stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die vier barocken Meisterwerke von Rubens wurden Anfang des 17. Jahrhunderts geschaffen, der Tabernakel in Form der Bundeslade ebenso wie die Turmuhr im 18. Jahrhundert. Die neogotische Dekoration stammt aus dem 19. Jahrhundert, die Skulpturen, die das Hauptportal zieren, wurden um 1900 hinzugefügt. Und erst 1993 wurde über dem Zugang zum südlichen Chorumgang die neue Metzlerorgel angebracht.

 

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